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Nach dem Entschluss auf dem alten Sellschopp Areal in Lübeck ein neues Wohnquartier zu realisieren, wurde die Umgebung des Grundstücks sowie der Stadtteil gründlich unter die Lupe genommen. Die Betrachtung der Lage, des Umfeldes, der Infrastruktur sowie den historischen Entwicklungszusammenhängen, diente dem besseren Verständnis des Ortes. So konnte herausgearbeitet werden was der Ort bereits leistet, wo seine Qualitäten liegen und wie sich das Neubauquartier in die bestehen Struktur einfügen kann.

Lage & Struktur

Der Stadtteil Buntekuh befindet sich am westlichen Rand der Hansestadt Lübeck, rund 4 km vom Lübecker Zentrum, 10 km von Bad Schwartau und 70 km von Hamburg entfernt. Buntekuh gehört mit seinen 11.000 Einwohnern zu den eher kleinen Stadtteilen in Lübeck. Über ein Drittel der Fläche des Stadtteils ist von landwirtschaftlichen und gärtnerischen Nutzungen geprägt. Im nordwestlichen Teil von Buntekuh, befindet sich ein ausgedehntes Gewerbe- und Industriegebiet. Das Gewerbegebiet ist gekennzeichnet durch großflächigen Einzelhandel, welcher überregional genutzt wird. Buntekuh lässt sich in drei Siedlungsbereiche aufteilen.

In der Traveniederung im Süden des Stadtteils befinden sich eher großzügige Einzelhäuser, die teilweise über private Wasserzugänge verfügen. Dem gegenüber steht eine kleinteilige Einzelhaussiedlung, der Heimstättenbau aus dem frühen 20. Jahrhunderts. Im Nord-Osten des Stadtteils befindet sich die in den 1960er Jahren errichtete Großsiedlung der Neuen Heimat. Das Projektgebiet liegt zwischen der Siedlung der neuen Heimat und den großzügigen Einzelhäusern. Das geplante Areal stellt daher eine wichtige Scharnierfunktion zwischen der Großwohnsiedlung im Norden und dem durch Einzelhausbebauung geprägten Siedlungsbereich in der südlich gelegenen Traveniederung dar.

Infrastruktur

Der Stadtteil Buntekuh zeichnet sich durch eine hervorragende Verkehrsanbindung aus. Sowohl mit dem Auto als auch mit dem öffentlichen Nahverkehr lassen sich nahezu alle relevanten Ziele in Lübeck innerhalb von kurzer Zeit erreichen. Aufgrund der Autobahnnähe des Stadtteils sind auch die Ziele im Fernverkehr gut angebunden. Mit insgesamt sechs Buslinien, verfügt Buntekuh über eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Sowohl der Lübecker Hauptbahnhof, die Innenstadt als auch die westlich gelegenen Gewerbegebiete lassen sich mit innerhalb weniger Minuten erreichen.

Auch für den Radverkehr herrschen in Buntekuh günstige Bedingungen. Sowohl der Trave-Radweg als auch die verkehrsberuhigten Nord-Süd-Verbindungen durch den Stadtteil ermöglichen es sowohl die Innenstadt als auch weitere Ziele in der Hansestadt Lübeck mit dem Fahrrad innerhalb kurzer Zeit zu erreichen. Obwohl der Stadtteil in seinem Zentrum ein eigenes Einkaufszentrum hat, erfolgt die Versorgung des größtenteils über den CITTI Park, sowie das REWE Center und die Geschäfte an der Ziegelstraße, da das Einkaufszentrum aktuell nur von einem Discounter und einer Apotheke genutzt wird.

Soziales Umfeld

Neben zwei Grundschulen und einer Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe sind zahlreiche Kindertagesstätten, zwei Familienzentren, ein Bauspielplatz und viele Sportangebote im Stadtteil vorhanden.

Das Schulangebot genießt stadtweit einen guten Ruf und auch Kinder und Jugendliche aus anderen Stadtteilen Lübecks, besuchen die Baltic Schule in Buntekuh. Bemerkenswert ist weiterhin, dass die sozialen Einrichtungen über eine ausgezeichnete Vernetzung verfügen und gemeinsame Kooperationen in vielen Bereichen des sozialen Lebens praktizieren.

Umwelt

Ein herausragendes Merkmal des Stadtteils sind die attraktiven Grünflächen. Der Stadtteilpark Wiesental, welcher nördlich an das Projektgebiet anschließt, dient als großzügige Grün- und Freizeitfläche. Hier befindet sich ein Spielplatz und eine Sportanlage.  

Auch der übrige Stadtteil ist geprägt von Wiesen vor den Wohnhäusern und begrünten Wegen. Darüber hinaus befindet sich südlich des Projektgebietes das Landschaftsschutzgebiet „Trave-Einzugsgebiet zwischen Wesenberg u. Elbe-Lübeck-Kanal“, welches ca. 970 ha. groß ist. Das Landschaftsschutzgebiet kann zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf einem der Radwege erkundet werden.

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Historie

Buntekuh ist ein junger Stadtteil, erst 1972 wurde Buntekuh aus dem Stadtteil Moislingen ausgegliedert und ist seitdem eine eigenständige administrative Einheit in der Hansestadt Lübeck. Der Stadtteil war historisch durch Landwirtschaft geprägt und wurde erst im Zuge der Industrialisierung für Gewerbe- und Wohnnutzungen erschlossen.

Die Neue Heimat

Das Unternehmen „Neues Heim Lübeck“ realisierte in den 1960er und 1070er Jahren in Buntekuh 2.900 Wohneinheiten für 8.000-10.000 Bewohner*innen. Der Entwurf folgt den Leitkriterien der funktionsgetrennten Stadt. In der Mitte ist das Stadtteilzentrum mit zentralen Einrichtungen, wie Einkaufszentrum, Ärtzehaus, Schule und Kirche verortet, darum herum befinden sich die Wohnhäuser Die Bauweise strebt eine ausgeglichene Mischung von Wohntypen, sowie die Integration von Freiräumen und Grünflächen an.

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Historie 2

Das Grundstück an der Moislinger Allee wurde seit dem 19. Jahrhundert industriell genutzt. Zunächst wurde das Areal durch eine Dampfziegelbrennerei, dann durch eine Korn-Brennerei und zuletzt durch die Reifen Fabrik von Friedrich Sellschopp genutzt. In den Medien ist das Areal daher auch als Sellschopp Areal bekannt. Mit dem Niedergang der Industrien ist das Grundstück seit nun mehreren Jahrzehnten ungenutzt. Im Jahr 2000 versuchte ein Discounter auf dem Grundstück eine Filiale zu errichten, dieser Versuch schlug 2006 endgültig fehl. Im Jahr 2020 erwarb der Projektentwickler BPD das Grundstück, um dort ein Wohnquartier zu entwickeln.

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